Laserbeschriftung ✅ Einkaufsratgeber für geeignete Systeme

Artikel, letzte Änderung: , Autor : Magdalena Brandt

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Als eine der flexibelsten Beschriftungstechnologien gehört die Laserbeschriftung heute auch zu den beliebtesten auf dem Markt. Das breitgefächerte Anwendungsspektrum reicht von der einfachen Produktkennzeichnung über Logobeschriftung bis hin zum Aufbringen von kodierten Informationen zur Rückverfolgung einzelner Bauteile.

Vorteile der Laserbeschriftung

Eine Laserbeschriftung ist besonders im Hinblick auf Qualität, Effizienz und Schnelligkeit gegenüber anderen Verfahren deutlich im Vorteil. Laserbeschriftungen können weder durch Hitze, Reibung oder Säure entfernt werden. Dabei ist das Verfahren sehr materialschonend bei gleichbleibenden Ergebnissen. Schädlicher mechanischer Druck wird vermieden, denn das Werkstück muss nicht eingespannt und fixiert werden. Im Vergleich zu vorangegangenen Methoden, wie z. B. dem Drucken oder Ätzen, sind vor allem der minimale Rüstaufwand und der Verzicht auf Farbe oder Lösungsmittel hervorzuheben. Laserbeschriftungssysteme werden zudem immer kompakter, betriebssicherer und einfacher in der Anwendung.

Kriterien bei der Laserauswahl

Das breite Spektrum an Lasern bietet für nahezu alle Anwendungsbereiche eine Lösung. Die Auswahl des am besten geeigneten Lasers für den Kunden erfolgt stets anwendungsorientiert nach folgenden Kriterien:

  • Materialeigenschaften
  • Taktzeitanforderungen
  • Finanzrahmen

Bei der Auswahl des passenden Lasertyps ist entscheidend, aus welchem Material das zu beschriftende Werkstück besteht. Grundsätzlich lassen sich mit einem Laser Markierungen auf nahezu jedem Material realisieren. Nd:YAG-Laser, Faserlaser, CO2-Laser, UV-Laser (frequenzverdreifachter Nd:YAG Laser), grüner Laser (frequenzverdoppelter Nd:YAG Laser) und Ultrakurzpulslaser sind jeweils für unterschiedliche Anwendungen und Materialien am besten geeignet.

Für die Laserbeschriftung von Metallen kommen vorrangig leistungsstarke Faserlaser und die besonders wirtschaftlichen Nd:YAG Laser zum Einsatz. Faserlaser sind speziell für den Einsatz in zeitkritischen Kennzeichnungsprozessen geeignet. Mit ihnen können sehr saubere und erstklassige Beschriftungsergebnisse erreicht werden, die höchsten Qualitätsansprüchen entsprechen. Je nach Anwendung kann hier das passende Lasersystem für Gravur, Schwarzbeschriftung oder Anlassbeschriftung gewählt werden.

Auch Kunststoffe können mit einem Laser in hoher Qualität beschriftet werden. Je nach Laserwellenlänge und Materialzusammensetzung kommt es zum Farbumschlag, Aufschäumen, Karbonisieren oder Aufschmelzen des Materials. Aufgrund der großen Materialvielfalt in diesem Bereich ist es wichtig, dass der Laserstrahl gut vom Material absorbiert wird. Dies kann in vielen Fällen durch Additive, Füllstoffe oder Pigmente positiv beeinflusst werden. So können scheinbar selbst für das menschliche Auge transparente Kunststoffe mit hohem Kontrast lesbar beschriftet werden.

Handarbeitsplatz oder Fertigungslinie?

Bei der Auswahl eines Laserbeschriftungssystems ist außerdem zu berücksichtigen, ob hohe Stückzahlen markiert werden müssen und/oder der Kennzeichnungsprozess zeitkritisch ist. Hierbei ist der Laser durch seine extreme Schnelligkeit im Vorteil. In Kombination mit einem Handarbeitsplatz lassen sich Serienbeschriftungen reibungslos und effizient abfertigen. Mehrere Bauteile können auf großen Werkstückträgern automatisiert und in nur einem einzigen Arbeitsgang beschriftet werden. Alternativ können die Beschriftungslaser auch in Fertigungslinien integriert werden. Mithilfe der Beschriftungssoftware arbeiten Lasersysteme auch bei Serienbeschriftungen faktisch automatisiert, da sich nach einmaliger Einrichtung der Laseranlage alle Informationen zu Inhalten, Positionen und Parametern abspeichern und bei Bedarf wieder abrufen lassen.

Intensive Beratung, individuelle Betreuung

Durch die Vielzahl der angebotenen Lasertypen und Lasersysteme ist eine umfassende Beratung bei der Kaufentscheidung essentiell. Die Auswahl des für den Kunden passenden Beschriftungslasers sollte im engen Kontakt mit dem Team des technischen Vertriebs geschehen und besonderer Wert auf eine professionelle, individuelle Beratung gelegt werden. Im besten Fall wird der Kunde durch den kompletten Prozess bei der Suche nach einem geeigneten Lasersystem begleitet. In hauseigenen Applikationslaboren des Laserherstellers können ausführliche Materialbeschriftungstests je nach Kundenvorgaben im Hinblick auf Zeit, Material und Beschriftungsinhalt durchgeführt werden. Ein umfassender, langfristiger Support – von der ersten Musterbeschriftung bis weit über den Kauf des Lasersystems hinaus – sowie kompetente Service-Einsätze vor Ort sollten bei der Kaufentscheidung ebenfalls berücksichtigt werden.

Checkliste für den Einkauf von Laserbeschriftungssystemen:

  1. Welches Material soll beschriftet werden?
  2. Wie hoch ist die Stückzahl der zu beschriftenden Teile?
  3. In welcher Zeit müssen die Werkstücke beschriftet werden?
  4. Soll die Beschriftung in einem Handarbeitsplatz oder in einer Fertigungslinie realisiert werden?
  5. Welches Zubehör wie z.B. unterstützende Kamerasysteme wird benötigt?
  6. Ist die dazugehörige Beschriftungssoftware anwenderfreundlich?

Zusätzliche Infos zu 'Laserbeschriftung ✅ Einkaufsratgeber für geeignete Systeme'

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